IBS Diagnose: Welche Tests und Untersuchungen sind notwendig?
Die Diagnose des Reizdarmsyndroms (IBS) ist oft ein langwieriger Prozess, da es keine spezifischen Biomarker gibt. Ärzte müssen andere Erkrankungen ausschließen, bevor die Diagnose gestellt werden kann.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Der erste Schritt ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt. Dabei werden Symptome, deren Dauer und mögliche Auslöser besprochen. Eine körperliche Untersuchung des Bauches folgt.
Laboruntersuchungen
- Blutbild – zum Ausschluss von Entzündungen und Blutarmut
- Schilddrüsenwerte – da Schilddrüsenerkrankungen ähnliche Symptome verursachen können
- Zöliakie-Antikörper – zum Ausschluss einer Glutenunverträglichkeit
- Stuhluntersuchung – auf Erreger, Calprotectin und okkultes Blut
Bildgebende Verfahren
In manchen Fällen werden Ultraschall oder Darmspiegelung (Koloskopie) eingesetzt, um entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auszuschließen.
Rom-IV-Kriterien
Die Diagnose IBS wird anhand der sogenannten Rom-IV-Kriterien gestellt: wiederkehrende Bauchschmerzen an mindestens einem Tag pro Woche in den letzten drei Monaten.
Diese Information ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.